Traumabegleitende Kunsttherapie mit Kindern und Jugendlichen  

In diesem Seminar werden die theoretischen Grundlagen von Trauma bei Kindern und Jugendlichen in Abgrenzung zu der Arbeit mit Erwachsenen vermittelt. Dabei werden Elemente der Traumabehandlung nach PITT/EMDR vorgestellt und ihre Umsetzung in der kunsttherapeutischen Behandlung aufgezeigt. Sie lernen Behandlungsvoraussetzungen für eine Traumabearbeitung sowie verschiedene Methoden zur Stabilisierung und Distanzierung kennen. Der Fokus liegt auf dem Potential des kunsttherapeutischen Arbeitens im Bereich Trauma. Beispiele aus dem klinischen Setting und praktisches Gestalten vor Ort veranschaulichen den theoretischen Teil des Seminars.

Einführung in die kunsttherapeutische Traumatherapie

Vielen psychischen und psychosomatischen Erkrankungen liegen als Ursache traumatische Erfahrungen zugrunde. Die Kunsttherapie eignet sich durch ihren symbolbildenden und handlungsorientierten Charakter in vielerlei Hinsicht für die Behandlung von Traumafolgestörungen. Sie bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden zur Verarbeitung, Stabilisierung und Distanzierung von traumatischen Inhalten. In diesem Seminar lernen Sie zunächst verschiedene Behandlungsmodelle und die Diagnostik von Traumafolgestörungen kennen. Die theoretischen Ansätze werden durch Beispiele aus der kunsttherapeutischen Praxis verdeutlicht. Im praktischen Tun lernen Sie verschiedene Übungen der Kunsttherapie kennen. Nach einem Austausch über die eigene Selbsterfahrung erfolgt abschließend eine Reflexion der Übungen in Bezug auf die Anwendung im eigenen Arbeitsfeld

Die Teilnehmenden erhalten eine Literaturliste und können zusätzlich für 15 Euro ein Handout über den Vortrag erwerben.

Bildanalyse

Wie wird die symbolische Sprache von Bildern entschlüsselt? Wie kann über die Bilder von PatientInnen ein Zugang zu dem oft unbewussten Ausdruck ihrer seelischen Befindlichkeit gefunden werden? In diesem Fachvortrag werden verschiedene Aspekte der Bildanalyse wie z.B. der Wahl der Malmittel, der symbolischen Bedeutung von Formen und Farben, der Proportion etc. anhand von Beispielen aus der Praxis vorgestellt, um einen sicheren Umgang in der Bildinterpretation zu vermitteln.

Die Teilnehmenden erhalten eine Literaturliste und können zusätzlich für 15 Euro ein Handout über den Vortrag erwerben.

Kunsttherapeutischer Methodenmix – Best-of!

In diesem Seminar stehen das Kennenlernen und Ausprobieren verschiedener kunsttherapeutischen Übungen im Vordergrund. In eigenen Gestaltungsprozessen erfahren Sie eine Vielzahl unterschiedlicher kunsttherapeutische Übungen zur Ressourcenaktivierung, Stabilisierung, Problemlösung etc., die sich in jahrelanger Berufspraxis bewährt haben. Dabei steht Ihnen ein großer Fundus an Materialien zur Verfügung. Anschließend besteht die Möglichkeit die Übungen in Bezug auf die Anwendung bei versch. Krankheitsbildern und dem eigenen beruflichen Arbeitsfeld zu reflektieren.

Innere Kritiker, Innere Kinder & Co.

In der Therapie, Beratung und Coaching kann es hilfreich sein, mit inneren Anteilen (z.B. innerer Kritiker, der Perfektionist, das trotzige Kind) zu arbeiten, die verschiedene Seiten einer Persönlichkeit präsentieren und sich manchmal gegenseitig blockieren oder im Widerstreit miteinander liegen. Dazu müssen die verschiedenen Anteile zunächst identifiziert werden, um sie näher kennenzulernen, sie wertzuschätzen und ihre positiven Absichten zu erkennen. Ein weiteres Ziel ist es, hilfreiche Anteile zu stärken und sich um verletzte Anteile zu kümmern. Nach einer Einführung in den theoretischen Hintergrund (Ego-State-Therapie, die systemische Therapie mit der Inneren Familie) lernen Sie in der Selbsterfahrung anhand von Imaginationen, kunsttherapeutischen und schriftlichen Übungen die Arbeit mit inneren Anteilen kennen.

Digitale Tools für die Kunsttherapie                                                      

In diesem Seminar setzen Sie sich mit den kunsttherapeutischen Einsatzmöglichkeiten kostenloser Apps für ios und Android auseinander. Sie erhalten eine theoretische und praxisnahe Einführung in das Thema und lernen die Apps kennen. Nach einer fachlichen Einführung erarbeiten Sie einzeln und in der Gruppe verschiedene kunsttherapeutische Projekte, die jeweils mit einer Werkbesprechung abgeschlossen werden.

Projekt 1: Farben und ihrer Wirkung – digitales Gestalten mit der Sketchbook-App

Projekt 2: Wenn die Bilder laufen lernen – Stopmotion 

Projekt 3: Canvas kann was – Erstellen eines Moodboards 

Projekt 4: On top – weitere digitale Experimente und Möglichkeiten

Kunsttherapie und Psychosomatik

In klinischen und ambulanten Settings begegnen uns zahlreiche psychosomatische Krankheitsbilder und psychische Erkrankungen mit körperlichen Begleitsymptomen. In diesem Fachvortrag geht es um die Vermittlung eines Grundverständnisses für die Zusammenhänge und Wechselwirkungen von Körper, Psyche und Geist. Nach einer Einführung in die Geschichte der Psychosomatik werden verschiedene grundlegende psychosomatische Erklärungsmodelle sowie neuere bio-psycho-soziale Konzepte vorgestellt. PatientInnenbilder verdeutlichen, wie durch die Gestaltung des Körpers, einzelner Körperteile oder Organe eine neue Sichtweise auf den eigenen Körper entstehen kann. Zudem werden kunsttherapeutische Methoden aufgezeigt, die PatientInnen im Ausdruck ihres Körperserlebens und ihrer Symptome unterstützen, so dass ein tieferes Verständnis und eine neue Wahrnehmung des Körpers möglich werden. Weitere Themen des Fachvortrages sind Methoden zur psychophysiologischen Selbstregulation und Entspannung, die Wahrnehmung und der Ausdruck von Emotionen und Themen, die im Körper gebunden sind. 

Die Teilnehmenden erhalten eine Literaturliste und können zusätzlich für 15 Euro ein Handout über den Vortrag erwerben.

Einführung in die Arbeit am Tonfeld®

In diesem Seminar erhalten die Teilnehmer:innen eine Einführung in die Arbeit am Tonfeld®, die von Prof. Heinz Deuser entwickelt worden ist und aus einem ganz einfachen Setting besteht: Einer Holzkiste, die mit Tonerde ausgestrichen ist, einer Schale mit Wasser und einer Begleitung.
In Anlehnung an die Methode des Tonfeld® lernen die Teilnehmer:innen zunächst kleine Übungen zur haptischen Wahrnehmung kennen, die sich gut für die Arbeit in Gruppen eignen. In der Selbsterfahrung in der Gruppe und am Tonfeld nähern sich die Teilnehmer*innen dieser nondirektiven und entwicklungsfördernden Methode.  Im Anschluss daran wird es Raum zum Austausch und zur Reflexion über das Erlebte geben.

Nach einer Einführung in die Methode werden in einem theoretischen Teil einzelne Schwerpunkte auch anhand von Fallbeispielen unter verschiedenen Fragestellungen herausgearbeitet: Was macht die Arbeit am Tonfeld® aus? Was kann sie bewirken? Welche Zielgruppe spricht sie an? Wie kann sie auch in der Gruppe angewendet werden? Was unterscheidet sie von anderen therapeutischen Verfahren und was können die Teilnehmenden von diesem methodischen Ansatz mit in ihren Arbeitsalltag einfließen lassen?

Psychoanalytische Ansätze der Kunsttherapie

Die psychoanalytische Kunsttherapie basiert auf den Grundannahmen der Psychoanalyse, die von Siegmund Freud begründet wurde. Die Psychoanalyse versteht die Persönlichkeit als das Ergebnis von ungelösten Konflikten, die in der Kindheit entstanden sind und ins Unbewusste verdrängt wurden. Auf diesem Hintergrund werden in der Krankheitslehre der Psychoanalyse auch psychische Symptome als Ausdruck dieser Konflikte angesehen. Ziel der Psychoanalyse ist es, unbewusste Inhalte bewusst zu machen und die zugrundeliegenden Konflikte zu verarbeiten. In diesem Fachvortrag werden die wichtigsten Grundannahmen der Psychoanalyse, das Strukturmodell der Psyche sowie die psychoanalytische Entwicklungstheorie mit seinen typischen Entwicklungsaufgaben und -krisen, vorgestellt. Eine besondere Beachtung findet der entwicklungsdynamische Ansatz und die Entstehung von Entwicklungsdefiziten, die als Strukturniveau der Psyche bezeichnet werden. Bildbeispiele verdeutlichen die Methoden und Behandlungsmöglichkeiten der psychoanalytischen Kunsttherapie.

Die Teilnehmenden erhalten eine Literaturliste und können zusätzlich für 15 Euro ein Handout über den Vortrag erwerben.

Kunsttherapie und Spiritualität

Sowohl in persönlichen als auch gesellschaftlichen Krisensituationen kommen Menschen immer wieder an ihre Belastungsgrenzen, suchen Orientierung, Halt und Sinn, um das Erlebte zu verarbeiten. Im Berufsalltag begegnen uns immer wieder PatientInnen, die eine Verbindung zur Spiritualität haben oder sich auf die Suche nach ihrer Spiritualität begeben möchten. Spiritualität kann eine wichtige Ressource im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen sein, da sie PatientInnen ermöglicht, Unterstützung zu erleben, Kraft und Hoffnung zu schöpfen. In diesem Seminar wird das Erleben der eigenen Spiritualität durch kunsttherapeutische Übungen erfahrbar. Sie lernen verschiedene Meditationen und Imaginationen kennen, die helfen, einen Zugang zur Spiritualität zu entdecken und zu stärken. Die Erfahrungen werden in kunsttherapeutischen Gestaltungen vertieft. Im Anschluss erfolgt eine Reflexion über die Anwendung in das eigene Arbeitsfeld.